Transit Deutschland / Germany in Transit

»Nicht nur Migranten befinden sich in transit, sondern Deutschland selbst.«

Mit Transit Deutschland erscheint erstmals eine Dokumentation, die den Wandel Deutschlands zu einer multiethnischen Gesellschaft nachvollziehbar macht von der Ankunft der ersten Gastarbeiter bis zur Gegenwart. Migration hat die Geschichte der Bundesrepublik maßgeblich geprägt. Obgleich sich Deutschland offiziell bis zum Zuwanderungsgesetz von 2005 dagegen verwehrte, als Einwanderungsland zu gelten, war der Ruf nach besserer Integration von Migranten bereits in den 1970er Jahren zu hören. Die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte in Westdeutschland oder die Völkerfreundschaft in der DDR waren ebenso umstritten wie Asyl und Fremdenhass, Staatbürgerschaft und Doppelpass, Multikulti und Leitkultur, Mehrsprachigkeit und Repräsentation, Religion und Säkularismus. Transit Deutschland erschließt das Archiv der Kontroversen in rund 250 ausgewählten Originaldokumenten und 13 Illustrationen aus Zeitungen und Zeitschriften, Gesetzestexten und politischen Reden, Radiosendungen und Popsongs thematisch strukturiert in 11 Kapiteln. Beispiele aus Literatur und Film schärfen den Blick für die Inszenierung von Identitäten in einer zunehmend vernetzten Welt. Die Dokumentation zeigt deutlich, dass Migration von Anfang auch ein europäisches Projekt mit globalen Implikationen war, wenngleich die Debatte um Integration heute verengt im nationalen Rahmen geführt wird. Prospektus: Transit_Deutschland

About livelongday

Associate Professor of German Studies, Director of Graduate Studies Co-Editor of Critical Multilingualism Studies | cms.arizona.edu Co-Investigator, Researching Multilingually at the Borders of Language, the Body, Law, and the State (2014–2017)
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